Weizen-Allergie


Auslöser einer Weizenallergie sind unterschiedliche Proteinfraktionen wie Weizen-Albumin, Globulin und Klebereiweiß. Albumin und Globulin kommen hauptsächlich in der äußeren Schale des Korns vor, das Klebereiweiß im Mehlkörper.

Was ist eine Weizenallergie?

Mangels exakter Untersuchungen kann bisher keine eindeutige Aussage über den Stellenwert der einzelnen Proteinfraktionen gemacht werden. Auch in der standardisierten Diagnostik wird bezüglich verschiedener Proteinfraktionen nicht unterschieden. Im Einzelfall muss daher über Provokation ausgetestet werden, wie stark die Weizenallergie, und wie umfangreich die Palette der zu meidenden Produkte ist. Die beste Therapiemethode ist das Meiden des Auslösers, die Karenzkost.

Weizen meiden - darauf ist zu achten

Da der Verzicht auf Weizen in jeglicher Form mit einer erheblichen Umstellung der Ernährungsgewohnheiten einhergeht, sollte dies nur nach eindeutiger Diagnose - nachgewiesen durch Karenz und Provokation - durchgeführt werden. Als Karenzmassnahme müssen alle Speisen gemieden werden, die Weizen in irgendeiner Form enthalten. Hierzu zählen:

  • Ganze Weizenkörner, z.B. im Frischkornbrei oder als Beilage; Weizenkeimlinge, Weizenflocken, Getreidemahlprodukte wie Griess, Kleie, Schrot
  • Getreideprodukte aus Weizenmehl wie Brot, Kuchen, süsses und herzhaftes Gebäck
  • Pfannekuchen, Backerbsen, Zwieback, Teigwaren/ Nudeln. Auch Sojanudeln oder Hirseteigwaren können noch einen Weizenanteil haben
  • Süssspeisen und Süssigkeiten wie Puddingpulver, Joghurt mit Kleie, Dampfnudeln, Bonbons, Kaugummi, Schokoladenriegel mit Keks
  • Weizenbier
  • Fertigsuppen und Sossen, Sossenbinder, Speisen- und Suppenwürze
  • Diätetische Produkte, Weizenkleber dient hier zur Eiweissanreicherung

Das Zutatenverzeichnis sollte dabei nicht nur im Hinblick auf Weizenprotein, Weizenmehl, Griess;, Kleie oder Schrot studiert werden. Malzmehl und Vitalkleber sind Bezeichnungen für Zutaten vorwiegend in Brot und Backwaren, die aus Weizen hergestellt werden können

Die richtige Alternative

Eine Weizenallergie ist kein Grund zum Verzweifeln, denn es gibt viele Alternativen. Sicherlich ist die eine oder andere etwas exotisch und man muss kreativ, mit einer Portion Eigeninitiative herangehen, da viele vorgefertigten Produkte wegfallen - aber Möglichkeiten stehen genügend offen. Hier ein paar Beispiele:

  • Für Brot und Backwaren: Amaranthmehl, Dinkelmehl, Grünkernmehl, Johannisbrotkernmehl, Kastanien-/ Maronenmehl, Maismehl, Quinoamehl, Reismehl, Roggenmehl.
  • Für Pfannekuchen und Gebäck: Bananenmehl, Buchweizenmehl, Gerstenmehl, Haferflocken, Maismehl, Kastanien/ Maronen geröstet oder als Mehl, Roggenmehl, Sojamehl, Yamswurzel.
  • Für Teigwaren: Dinkelnudeln, Glasnudeln aus Reis, Buchweizennudeln.

Da eine Allergie in den seltensten Fällen gegen alle Getreidesorten besteht, ist die Nährstoffversorgung bei Ersatz von Weizen durch andere Getreide gesichert. Auch Kartoffeln, Reis, Buchweizen liefern ähnliche Nährstoffe, so dass eine Mangelernährung nicht zu erwarten ist.

 

Eine Weizenallergie wird häufig mit einer Unverträglichkeitsreaktion verwechselt, der andere Mechanismen zu Grunde liegt. Über massive Darmbeschwerden - ständige, übelriechende, fetthaltige Durchfälle - äußert sich die Zöliakie oder Sprue, eine generelle Überempfindlichkeitsreaktion auf das Klebereiweiß (Gluten), das sowohl in Weizen als auch in Roggen, Hafer, Gerste oder Dinkel vorkommt.